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26 Boote und damit auch Teilnehmer waren bei der Regatta um den 7. Münster Cup der 2.4mR Klasse angetreten und hatten auf Wind und gute Wettfahrten gehofft. Denn dass es in Münster beim SCM immer "nett" wird, wussten sie alle – aber von den Windverhältnissen her oft auch flau.

Auch 2017 war es wieder nett- aber eben auch flau: am Samstag bei bedecktem Wetter mit etwas Wind und Sonntag bei sonnigem Wetter mit über 20 Grad und ohne jeden Wind. Nur zwei gute Läufe konnte Wettfahrtleiter Matthias Pape über den Aasee bringen, danach reichte der Wind nicht mehr für reguläre Wettfahrten.

 

Gewonnen haben wieder einmal die Altmeister. Sieger wurde Eberhard Bieberitz (Plätze 3/3) vor Altolympioniken Uli Libor – mittlerweile gut 80 Jahre jung (1/6) und dem erfolgreichen Niederländer Jan ten Hoove (8/1). Bester Münsteraner wurde Burkhard Hermes auf Platz 8 mit den Plätzen 10 und 7. Alles hatte so schön gepasst, nur der Wind glänzte mal wieder durch sein launiges Wesen und vor allem durch Abwesenheit.

 

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Am Samstagabend wurden noch einige Läufe im Kurzbahnwettbewerb Triple Match Trophy direkt vor dem Ufer - zur Information der Zuschauer mit Erläuterungen von Uli Libor - gesegelt. Der Sieger Detlef Müller-Bölling fährt zum Finale der Triple Match Trophy im Herbst nach Hamburg.

 

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Wo andere Sportarten um die Inklusion ringen, ist das bei den 2.4mR-Seglern im SCM und in der ganzen 2.4mR-Flotte schon lange Alltag. In den 2.4mR Kielbooten – dem bisherigen paralympischen Einmalkielboot - gehen Segler mit Behinderung (10 Starter) und ohne Behinderung gemeinsam an den Start. Der Segel-Club Münster sorgt mit barrierefreier Club- und Hafenanlage sowie konstanten Investitionen in den Bootspark und das Clubhaus dafür, dass hier die praktizierte Inklusion zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Deshalb wurde der Club auch bereits vor sieben Jahren zum Inklusionsstützpunkt des Sailing Team Germany ausgewählt. Die Seglerinnen und Segler kommen seit Jahren zu den Regatten auch aus dem benachbarten Ausland (NL, LUX) aber auch von recht weit her wie z. B aus Plau am See in MVP oder aus dem Raum Frankfurt nach Münster zum Segeln, weil hier neben der Stimmung auch die Infrastruktur passt. Und alle, wirklich alle Teilnehmer wollen in 2018 wieder kommen.

[Text: Matthias Pape, SCM Presse; Bilder: Andreas Rütter (1+3) Matthias Pape (2)]