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Tobias Behrens war Teilnehmer der Traditionsregatta „Round the Island Race“, an der er zusammen mit Seglern des Deutschen Hochseesportverbandes Hansa e.V. (DHH) aus Hamburg teilnahm. Aufregende Segeltage und ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis liegen hinter Tobias. Aber lest selbst.

Gesegelt wurde auf einer Dehler 39SQ vom 26.06. bis zum 02.07.2017. Unser Ziel war die Teilnahme an der Traditionsregatta „Round the Island Race“ an der englischen Südküste, die die Crews einmal rund um die“Isle of Wight“ führt. Meine Crew bestand aus sieben weiteren Seglern, allesamt DHH Mitglieder; Ich war das einzige SCM-Mitglied an Bord. Ausgangshafen war Hamble Point Marina südlich von Southampton.

Unser Schiff

Nach der Schiffsübernahme und dem Einkauf am Montag war von Dienstag bis Freitag Training angesagt; vor allem das Handling des Gennakers. Trainingsrevier war der Solent, das Segel-Mekka an der Südküste Englands.

Die Regatta wird seit 1931 ausgetragen, Start und Ziel liegen vor Cowes, einem Ort auf der Isle of Wight. Ausgetragen wird die Regatta vom „Island Sailing Club“ in Cowes. Der Kurs der Regatta geht einmal rund um die Isle of Wight, die direkte Strecke beträgt ca. 50nm. Insgesamt waren ca. 1.300 Boote gemeldet, vom 70-Fuß Trimaran bis zum Folkeboot. Die Crews kamen vor allem aus UK, aber auch aus Frankreich, Italien, Belgien und Deutschland.

Um ein bisschen Regatta-Feeling zu schnuppern haben wir bereits am Freitagabend in Cowes festgemacht; der Hafen war dann auch bis auf den letzten Quadratmeter mit Booten vollgestopft und auf dem Hafengelände und im direkt angrenzenden Ort herrschte Volksfeststimmung mit Live-Musik, Großbildleinwand, „Bier“-Ständen usw.

voller Hafen

Samstag, den 01.07 startete dann die Regatta: 04:15 Uhr aufstehen, 05:15 Uhr auslaufen; 06:10 Uhr Start unserer Gruppe. An der Startlinie herrschte ziemlich dichtes Gedränge und permanente Kollisionsgefahr, ähnlich wie bei unserer Clubmeisterschaft auf dem Aasee, nur alles eine Nummer größer. Trotz der relativ langen Distanz des Rennens hatte man bis zum Schluss immer mehrere Schiffe um sich und war dauernd in Zweikämpfe verwickelt. Beeindruckend war auch der Blick vom Schiff auf das Regattafeld: Der ganze Horizont war übersäht mit Segeln.

Blick nach hinten

Beachten musste man vor allem auch die Strömungen von teils bis zu 4 Knoten. Nach 9 Stunden und 10 Minuten und ca. 60 gesegelten Meilen haben wir die Ziellinie überquer - unsere Route sieht man auf dem Foto.

Unsere Route bei der Regatta

Mit unserer Platzierung waren wir total happy: Platz 48 von 95 Booten in unserer Gruppe; von allen nach ISC Rating System bewerteten Booten haben wir Platz 304 von 609 gewerteten Booten erreicht.


Schnellstes Boot war ein MOD70 Trimaran, das in einer unglaublichen Zeit von 2:22 Stunden bei Geschwindigkeiten von teilweise über 40 Knoten auch gleich den bisherigen Rekord um eine Minute unterboten hat. Die Jungs haben die Fahrt gefilmt und online gestellt (https://youtu.be/RbmafnidZTw) …ziemlich beeindruckend.

Rekordhalter

Zur Siegerehrung am Sonntag gab es dann haufenweise Pokale.

Pokale