SCM-Segler in der dritten Augustwoche in der Inselwelt vor Stockholm

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Detlef, Jutta, Dietmar, Martin, Tobias, Pia, Andrea, Burkhard, Midori, Michael, Sabine und Stephan

Zwei SCM-Crews haben, ausgehend von Gashaga (Insel Lidingö) unweit des Stockholmer Stadtzentrums mit zwei Segelyachten (38 und 42 Fuss) einen kleinen Teil der unzähligen Inseln westlich der schwedischen Hauptstadt erkundet. Skipper Burkhard und Detlef führten die Schiffe am Sonntag zunächst in nordöstlicher Richtung entlang der Festlandsküste und vorbei am Ängsö-Nationalpark nach rund 30 Seemeilen in eine wunderschöne geschützte Bucht der Insel Högmarsö.

Alle Crewmitglieder genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit, einige wagten am Morgen nicht zum letzten Mal den Sprung in das kühle Wasser, andere machten Ihre ersten Dinghi-Erfahrungen. Wir waren angekommen, in dieser Weite und endlosen Abfolgen von Inseln über und unter Wasser. Hier lag auch die wesentliche Herausforderung: seinen Weg zwischen den vielen Inseln und Untiefen zu finden. Die Wetterlage besserte sich zusehends, wir genossen den Spätsommer. Am nächsten Tag suchten wir uns als neues Ziel eine Bucht bei Finnhamns. Hier lagen zwar noch ein paar Schiffe, trotzdem blieb es übersichtlich. Am Morgen darauf machten wir zunächst einen Abstecher in die „Paradiesbucht“ (Djurfladen), nahezu verlassen, rundum geschützt sowie mit Service- und Anlegemöglichkeiten, die über das Internet gebucht und reserviert werden können! Nicht zu toppen? Es sollte noch besser werden!
Wir suchten unseren Weg vorbei an den Inseln Möja, Södermöja, Högböte, Ostholmen mitten durch diese wunderschöne Inselwelt unzählige Schweden- und Saunahäuschen und noch mehr Traumbuchten säumten den Weg. Das Ziel am diesem Tag mit hervorragenden Segelbedingungen war das Seglermekka Sandhamn, das allerdings bereits im Nachsaison-Modus war. Hier konnten wir uns versorgen, auch mit süssen schwedischen Kostbarkeiten.

Abendstimmung web

Unserer Schiffe nebeneinander abends in der Bucht Napoleonviken

Das nächste Ziel war die Bucht Vedviken westlich der Insel Fjärdlang. Die Crew um Burkhard und Andrea genoss diese Tagesetappe in besonderer Weise, weil Detlef und Tobias mit ihrer Comtesse ein Überholmanöver des kleineren Schiffes bei bescheidenen Windverhältnissen nicht verhindern konnten. Nach rund 6 Stunden und 25 sm erreichten wir unser Ziel. Erstmalig machten wir unter Heckanker am naturbelassenen Ufer fest, wir hatten eine Traumlage erwischt. Abends grillten wir auf den sonnenerwärmten Felsen und konnten uns an dem traumhaften und stundenlangen Sonnenuntergang kaum satt sehen. Wir waren uns einig: Das werden wir sehr sehr lange in Erinnerung behalten.

Am nächsten Tag mittags ging es dann rd. 15 sm weiter in eine weitere wunderschöne Bucht: Napoleonviken auf der Westseite der Insel Ägnö. Hier brauchten wir einige Versuche, bis wir für beide Schiffe „unseren Platz“ in der Bucht nebeneinander gefunden hatten. Wiederum mit Heckanker und zwei Vorleinen an Felsen festgemacht: Wiederum ein Genuss!

Am folgenden Tag verschlechterte sich die Wetterlage etwas, Regen setzte ein und die Windstärke pendelte zwischen 0 und 2 Beaufort. So ging es unter Motor mit Zwischenstopp in Saltsjöbaden durch die beeindruckenden Engstellen zwischen dem Festland und der Insel Boo in das Umfeld Stockholms zum Ausgangshafen.

Segeln im Stockholmer Schärengarten, nicht zum letzten Mal!!

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Ankerbucht von Högmarsö

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Unendlicher Sonnenuntergang in der Bucht Vedviken